Umgebung gestalten
Gäste: Thomas Naumann (Architekt, VinzenzSozialprojekte GmbH), Nadine Marschollek (Bachelor in Innenarchitektur und Farbdesign)
Moderation: Prof. Dr. Ulrike Marotzki
Der zweite Gesprächsabend trug den Titel „Lebens:Räume“. Wie dieser bereits vermuten lässt, ging es an diesem Abend um die Bedeutung und Funktionen von Räumen, sowohl öffentliche, gemeinschaftlich genutzte oder auch private. Im Mittelpunkt standen hier die Gestaltung dieser Räume sowie Möglichkeiten des eigenen Mitwirkens und welche Entfaltungs- und Handlungsmöglichkeiten sich daraus ergeben können.
Ulrike Marotzki moderierte den Austausch zwischen Thomas Naumann, Architekt der VinzenzSozialprojekt GmbH, welche aktuell einen Hospiz-Bau in Hildesheim durchführt und Nadine Marschollek, welche ihre Bachelorarbeit im Rahmen ihres Architektur und Farbdesign-Studiums zu dem Thema Hospizarchitektur verfasste.
Zunächst wurde das Thema des physikalischen Raumes und des erlebten Raumes vorstellt, wobei hervorgehoben wurde, dass Menschen nicht ausschließlich auf ihren Körper begrenzt sind, sondern in ihrer Umgebung leben und diese dadurch auch erleben.
Nadine Maschollek ging daraufhin darauf ein, dass Räume verschiedene Emotionen auslösen können, welche sowohl angenehm als auch unangenehm sein können. Dementsprechend ist die Qualität von Räumen ein wichtiger Faktor in der Gesundheit und des Wohlbefindens. Sie stellte dem Plenum ein gesundheitsförderndes Raumkonzept für ein Kinderhospiz vor und appellierte, das Potential und die Verantwortung von Architektur zu erkennen und zu nutzen.
Thomas Naumann berichtete von der Planung und den Herausforderungen des Hospiz-Baus am Gut Steuerwald in Hildesheim, welches mittlerweile seinen ersten Spatenstich erlebte.
Weitere Themen, welche an dem Abend besprochen wurden, waren die Barrierefreiheit und individuelle, selbstbestimmte Gestaltungsmöglichkeiten für Hospizbewohner*innen.